Barnim (Brandenburg) – [–>Der Iraker Gailan Al-M. (24) ist im Landkreis Barnim (nördlich von Berlin) festgenommen worden. Grund ist ein Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft bei der islamistischen Terrororganisation IS. Laut Bundesanwaltschaft plante er Anschläge in Deutschland.
Er soll bereits im Frühjahr 2025 eine Terrorgruppe gegründet haben. Mit weiteren Personen soll er einen Terroranschlag gegen „Ungläubige“ geplant haben. Der Iraker hatte sich bereits eine Schusswaffe besorgt. Noch besorgniserregender: Er soll auch eine Kirche in Bremen ausgekundschaftet haben. Die sollte das erste Terrorziel werden, ist sich die Bundesanwaltschaft sicher.
Komplize noch nicht identifiziert
Der 24-Jährige soll laut Bundesanwaltschaft noch einen bislang unbekannten Komplizen haben. Der Versuch, weitere Fanatiker anzuwerben, sei aber gescheitert.
Gailan Al-M. wurde noch am Donnerstag von Brandenburg nach Karlsruhe zum Bundesgerichtshof gebracht und einem dortigen Untersuchungsrichter vorgeführt. Der schickte ihn in Untersuchungshaft.
Erst im Juli IS-Anschlag auf CSD in Berlin
Erst am 25. Juli hatte der Islamist Abdul Ballout (21) auf den CSD in Berlin einen Anschlag verübt. Er raste mit einem Kleintransporter durch den Tiergarten Berlin und attackierte anschließend weitere Opfer mit einer Machete. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Am 25. Juli raste ein IS‑Terrorist mit einem Kleintransporter in Besucher des CSD in Berlin
Die Tat führte er im Namen des IS aus. Die Polizei konnte den Terroristen einen Tag später in einer Kleingartenanlage stellen und erschießen. Er war erst im März verurteilt worden, weil er versucht hatte, sich dem IS anzuschließen. Allerdings ließ der Richter ihn auf Bewährung gehen.